Heinrich von Kleists Lebensspuren (LS 119a)

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Heinrich von Kleists Lebensspuren. Dokumente und Berichte der Zeitgenossen. Neu herausgegeben von Helmut Sembdner. München 1996. [In der Kleist-Literatur üblicherweise mit der Sigle LS und laufender Nummer zitiert.]


Ulrike von Kleist (1828)

Eines Tages aber kömmt Heinrich mit Pfuhl über eine Kleinigkeit in Streit, Heinrich wird so heftig, daß er aufsteht und fortgeht. Es vergeht eine Stunde nach der andern, ein Tag nach dem andern - er kömmt nicht wieder. Werdecks und Pfuhl in der größten Angst zeigen es bei der Polizei und bei der Gesandtschaft an, es werden überall Nachsuchungen gehalten, keine Spur von ihm. In Paris ist ein Platz, wo alle Verunglückte, die man nicht kennt, hingelegt werden, nach diesem Schreckensort fahren sie täglich hin, ihn hier unter den Leichen zu suchen. [LS 122b]

(Sembdners Quelle: Hoffmann, Paul: Ulrike v. Kleist über ihren Bruder Heinrich. Euphorion, 1903, S. 105-152)


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