Brief 1808-05-04

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Dresden, 4. Mai 1808

Absender: Heinrich von Kleist

Adressat: Otto August Rühle von Lilienstern


An den Maj. und Gouverneur Sr. des Pr. Bernhard v. Weimar, H. v. Rühle Hochw. zu Weimar. cito.

Mein liebster Rühle,

ich muß Dich nur noch über einen Punkt instruieren, in Betreff des Ph[öbus], der bei unsrer letzten Zusammenkunft nicht hinlänglich ausgemacht worden ist. Der Ph. muß schlechterdings verkauft werden, es ist an gar keine Kommission zu denken, weil wir die Verlagskosten nicht aufbringen können. Wir müssen uns daher zu jedwedem Opfer verstehen. Weil das Kapital, das wir hineingesteckt, doch verloren sein würde, wenn er aufhört, so muß es lieber in die Schanze geschlagen [werden] zu einer Zeit, da dies noch ein Mittel werden kann, ihn (für künftige Jahre) aufrecht zu erhalten. Ja, um dem Skandal zu entgehen, müssen wir uns noch obenein, wenn man uns nur Kredit geben will, für das Risiko verschreiben - ich weiß, daß Du mit dieser Maßregel nicht voreilig sein wirst. - Adieu.

Dresden, den 4. Mai 1808

H. v. Kl.


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